Ein Meisterwerk der Schöpfung

Der Tibetspaniel ist mit Sicherheit eine Perle unter den Kleinhunderassen.

In der Abgeschiedenheit des tibetischen Hochlandes kamen ihm besondere Aufgaben  zu, die ihn auch heute noch auszeichnen.

Sicher kann ein Tibetspaniel auf der Basis seiner geringen Körpergröße nicht den Schutz von Haus und Hof übernehmen, seine ausgeprägte Wachsamkeit sorgt jedoch mit Sicherheit dafür, dass niemand unbemerkt den Mitgliedern der eigenen Familie zu nahe kommt.

Der Tibetspaniel ist sehr robust, diese Rasse ist glücklicherweise nie zu einem Modehund geworden. Starallüren sind ihm dementsprechend fremd, er ist sich auch so durchaus seines Wertes bewusst, und lehnt eine despotische Unterwerfung kategorisch ab.

Der Tibetspaniel ist weder Raufer noch Jäger, er ist ein stets fröhlicher Geselle, der allerdings besonders sensibel emotionale Schwingungen in seinem persönlichen Umfeld wahrnehmen kann.

Der Tibetspaniel ist sehr gelehrig und kann bei etwas Übung sehr gehorsam sein.

Wir haben jedoch festgestellt, dass die Unterschiede bei den einzelnen Hündchen recht groß sind. Diese Streuung ist sicher auch ein positives Anzeichen dafür, dass diese Hunderasse dem allgemein üblichen Zuchtwahn geschickt ausweichen konnte.

Dementsprechend hat er sich auch seine überaus gute Beweglichkeit erhalten, die  ihn besonders bei Waldspaziergängen oder auch bei Bergtouren nie zu einem Hindernis werden lassen, er liebt so etwas. Der nicht künstlich zurückgezüchtete Fang ermöglicht ihm das reibungslose Atmen, ein Blick in die wunderschönen braunen Kulleraugen lässt Herrchen oder Frauchen die Sorgen des Alltags vergessen.

Der Tibetspaniel hat den Kampf ums Überleben in seiner Heimat immer wieder erfolgreich gemeistert, der Nachkommenschaft wurden somit wichtige Grundlagen  mitgegeben, die sie auch heute noch geschickt einsetzen. Es ist kaum möglich, dem Charme eines solchen Wesens zu widerstehen.

Die Farbe ist beim Tibespaniel zweitrangig, alles ist erlaubt, und so entscheidet hier in erster Linie der Geschmack des Besitzers.

 

 

 

Andy
Anka, unser Model
Angie
Kinder von Katjuscha und Wonni 2011

Ich denke, die Bilder können durchaus belegen, dass ein Tibetspaniel völlig unabhängig von der Farbe bildschön ist. Auf den oberen Bildern sieht man Andy, Anka und Angie, aus unserem A-Wurf, die werden nun mittlerweile 13 Jahre alt, auf den Fotos sind sie einige Monate alt.

Unten Welpen aus unserem B-Wurf, morgen werden sie 8 Wochen alt, auch schwarzes Fell sieht wunderschön aus.

Der Tibetspaniel mit seiner Schulterhöhe von ca. 26 cm sollte auf der Basis der oben beschriebenen Eigenschaften der ideale Hund für jedermann sein.

Doch weit gefehlt. In den nordeuropäischen Ländern, in denen man sicher grundsätzlich eine andere Einstellung zu Hunden hat, hat sich der Tibetspaniel an die Spitze der Kleinhunde gesetzt. Eine Ursache ist sicherlich die Robustheit, die man in diesen Breitengraden noch mehr zu schätzen weiß.

Eigentlich sollte die Frage bei der Entscheidung für einen Hund immer sein: Passt dieser Hund zu mir, wird er meinen Ansprüchen und Wünschen gerecht.

Wenn diese Frage mit ja beabtwortet werden kann,dann reicht das bei der Entscheidung im Normalfall aus.

Bei einem Tibetspaniel gilt diese Frage allerdings auch umgekehrt, kann ich den Ansprüchen meines Kleinhundes gerechtwerden?

Wenn man einen Hund sucht, der einem totalen Gehorsam bietet, der ohne Murren schlechte Laune von Herrchen akzeptiert, der sich mit einem Schattendasein an der Peripherie der Familie begnügt, dann sollte man sich auf keinen Fall einen Tibetspaniel auswählen. Es gibt genügend Rassen, die diesem Anspruch gerechtwerden.

Man muss kein Hundeexperte sein, um einen Tibetspaniel zu erziehen, aber ein wenig Geduld braucht man schon, um die scheinbar angeborene Schwerhörigkeit bei der Realisierung der gegebenen Befehle zu umgehen.

Selbst unsere Sissi, die in 5 Monaten 15 Jahre alt wird und für sich aus gegebenen Anlass einige Privilegien als verdient ansieht, hat mitunter noch oder schon wieder diese Probleme. Komm her, das dauert unabhängig von der Lautstärke etwas, bis sie nach zweimaligen Überhören darüber nachdenkt, ob sie das denn gerade gehört hat. Wenn man allerdings sagt, der Erste bekommt ein Leckerli, dann erfasst sie den Inhalt am schnellsten, flitzt zu Frauchen und holt sich den Preis.

Geduld und ganz viel Liebe, beidseitig geben und nehmen, das sind die Zauberwörter. Ein Tibetspaniel will und muss Teil der Familie sein. Die emotionale Bindung zu seiner Familie ist extrem, er will alles wissen, will einbezogen werden, will helfen. Es ist normal, dass man mit seinen Hunden spricht, beim Tibetspaniel hat man allerdings oft das Gefühl, dass er jedes Wort versteht  und darauf antwortet.

Gewalt ist ein Wort, dass in der Welt des Tibetspaniels  nie vorkommen sollte, er würde damit nicht klarkommen. Selbst mit Ungerechtigkeiten hat er seine Probleme, man sollte mit entsprechenden Gegenreaktionen rechnen. Gewalt gegen Gewalt, das ist einem Tibbi viel zu primitiv, aber das Wissen, worüber Frauchen sich ärgert und die Nutzung dieses Wissens kann man durchaus erwarten.

Tibbis sind äußerst intelligent und lassen sich nicht gern verschaukeln. Hunde sind allgemein nicht nachtragend, Tibbis sind es auch nur ein wenig.

Unser Wonni liebte Hundeleberwurst über alles, die ideale Basis für die Tabletten der Wurmkur. Per Zufall entdeckte er die Tablette, welch ein Vertrauensbruch.

Leberwurst hat er von seinem Speisezettel verbannt und lange wurde jedes andere Angebot mehrfach auf versteckte Inhalte untersucht.

Der Tibetspaniel hat seinen eigenen Kopf, aber er akzeptiert Herrchen und Frauchen als Alphatier, wenn diese ihm mit Geschick und Intelligenz die Berechtigung dieses Anspruches beweisen.