Unser A-Wurf wurde am 15.02.1999 geboren.

Ich erinnere mich nicht so gern daran, ich war total nervös und hatte Angst, im Notfall meiner Sissi nicht ausreichend helfen zu können.

Aber irgendwie mussten wir da gemeinsam durch. Ich beobachtete mein Hündchen natürlich in dieser Phase ganz genau, und als sie sich ein entsprechendes Plätzchen vorbereitet hatte, zog sich die Zeit endlos.

Ich war froh, als mein Mann von der Arbeit kam, das beruhigte mich ein wenig. Dann ging es endlich los, der erste Welpe kam zum Vorschein, Sissi hatte keine Probleme, machte instinktiv alles richtig, und ich wurde immer ruhiger.

Auch beim zweiten Welpen ging alles glatt und als der dritte Welpe geboren war, da fiel mir ein Stein vom Herzen. Sissi hatte ihre Kinder, 2 Rüden und eine Hündin, gesund zur Welt gebracht. Sie waren farblich recht unterschiedlich, ein Rüde war besonders hell und auch etwas kräftiger als die anderen, das wurde dann unser Andy. Er hatte viel von seinem Opa Habo.

Die anderen Welpen waren unterschiedlich dunkel, aber auf jeden Fall braun gefärbt.

Ich war ziemlich überrascht, als Sissi plötzlich wieder anfing zu hecheln und erneut Presswehen bekam. Ein vierter Welpen, wieder ein recht helles Mädchen kam zum Vorschein. Da hatte sich mein Tierarzt wohl leicht verzählt^^.

Ich konnte diesen Gedanken kaum beenden, da war auch schon Nummer 5 auf der Welt, ein stattlicher Rüde sollte später einmal daraus werden.

Sissi war ziemlich müde, die Kleinen fanden ohne Probleme den Weg zu ihrer Zitze, und ich war auch total geschafft.

Es war alles gut verlaufen, es ist ein Wunder der Natur, wie sie völlig unerfahrenen Müttern das notwendige Rüstzeug bereitstellt, um instinktiv alles richtig zu machen. Nur am Rande sei vermerkt, dass Sissi eine knappe Stunde Kraft schöpfte, um dann auch noch einem sechsten Welpen das Leben zu schenken. Das ist für einen Tibetspanielwurf eine beträchtliche Anzahl, meistens sind es da nur 3 oder 4.

Gedanken über Probleme beim Finden eines Platzes, der den Ansprüchen meiner Welpen und auch den meinen gerecht wird, machte ich mir an diesem Abend sicher nicht. Es ist fast wie bei der Geburt eines Menschen: Hauptsache alle sind gesund, die anderen Probleme wird man schon irgendwie lösen.

Anka, unser Modell, hätte ich oft verkaufen können, aber sie ist mir zu sehr ans Herz gewachsen.
Andy, ein traumhafter Rüde.